Der Verein Phoenix

Der Trägerverein Phoenix unterhält die vier Projekte Phoenix, La Strada, KOBRA und Nachtschicht mit unterschiedlichen Arbeitsbereichen.

Der Verein wurde im Jahr 1988 gegründet, um Prostituierte bei ihren Problemen, vor allem im Hinblick auf HIV/AIDS zu unterstützen. Weitere Ziele des Vereins sind, ausstiegswilligen Prostituierten Hilfestellungen zu geben sowie der gesellschaftlichen Diskriminierung Prostituierter entgegen zu wirken. Seinerzeit mit Mitteln des Bundesmodells "Frauen und AIDS" gefördert, ist Phoenix e.V. mit seiner im Jahr 1989 eröffneten Beratungsstelle (Projekt Phoenix) die erste und einzige Nichtregierungsorganisation für Prostituierte in Niedersachsen.

Projekt La Strada

Auf die spezifischen Probleme der drogenabhängigen Mädchen und Frauen reagierte der Verein mit der Einrichtung des Projektes La Strada im Jahr 1993. Von 1995 bis Anfang 2004 war La Strada in der Lage, die nächtliche aufsuchende Arbeit auf dem Straßenstrich mit einem Bus als mobile Anlaufstelle durchzuführen.

Projekt Phoenix-Schwerpunkt Osteuropa

Nach der Grenzöffnung 1989 stieg die Zahl der osteuropäischen Prostituierten in Niedersachsen deutlich an. Dieser Umstand erforderte ein weiteres spezielles Betreuungsangebot. So wurde im Jahr 1994 das Projekt Phoenix um den Schwerpunkt Osteuropa erweitert.

Projekt KOBRA

Als innerhalb des Projekts Phoenix die Zahl der zur Prostitution gezwungenen Frauen stetig anstieg, wurde das Projekt KOBRA eingerichtet, welches seit 1997 als landesweite Koordinierungs- und Beratungsstelle für die Opfer von Menschenhandel tätig ist. 

Projekt Café Nachtschicht

Um auf die Veränderungen durch die Umstellung der Sperrgebietsverordnung, die eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen der Prostituierten durch räumliche und zeitliche Einschränkungen zur Folge hatte, adäquat reagieren zu können, wurde im Dezember 2005 ein festes Beratungsangebot vor Ort mit dem Projekt Nachtschicht installiert. 

Verein Phoenix

Der gemeinnützige Verein Phoenix wird finanziell getragen durch Mittel des Landes Niedersachsen, der Landeshauptstadt/Region Hannover, durch Bußgelder aus strafgerichtlichen und staatsanwaltschaftlichen Entscheidungen sowie durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Er hat vier ehrenamtliche Vorstandsmitglieder, 33 Vereinsmitglieder und insgesamt fünfzehn Beschäftigte, nämlich eine Beratungsassistentin, eine Bürokauffrau, zwei Pädagoginnen (MA), eine Philologin (MA), eine Sozial- und Organisationspädagogin (MA), acht Sozialarbeiterinnen/Sozialpädagoginnen (Diplom) und eine Volljuristin.

Phoenix e.V. hat seinen Sitz im Zentrum der Landeshauptstadt Hannover.

Das Antragsformular für die Mitgliedschaft im Verein Phoenix befindet sich unter Publikationen.