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Porträt

 
   
 

Die Koordinierungs- und Beratungsstelle für Opfer von Menschenhandel (KOBRA) wurde im September 1997 als Projekt des Vereins Phoenix e.V. gegründet.

Menschenhandel ist eine schwerwiegende Form internationaler und zunehmend auch Organisierter Kriminalität. Statistische Erhebungen belegen, dass sich das Delikt in der Bundesrepublik etabliert hat.

Unter dem Begriff des Menschenhandels wird in Deutschland die sexuelle Ausbeutung sowie die Ausbeutung der Arbeitskraft bei Ausnutzen einer Zwangslage oder auslandsspezifischen Hilflosigkeit verstanden. Vornehmlich sind ausländische Frauen und Mädchen von Menschenhandel betroffen. Aber auch deutsche Staatsangehörige können Opfer von Menschenhandel sein.

Mit diesem Deliktsbereich sind erhebliche Menschenrechtsverletzungen verbunden. Nicht selten wird Menschenhandel begleitet von Vergewaltigungen, Körperverletzungen sowie akuten Bedrohungen von Leib und Leben. In dieser traumatischen Situation befinden sich die Opfer häufig über einen Zeitraum von mehreren Wochen, wenn nicht Monaten.

Die ausländischen Betroffenen werden in Deutschland nach ihrer Befreiung weder umfassend geschützt noch bedarfsgerecht unterstützt, selbst dann nicht, wenn sie gegen die Täter aussagen und damit einen erheblichen Beitrag im Vorgehen gegen Menschenhandel leisten.

Mit der Koordinierungstätigkeit fördert KOBRA die Umsetzung internationaler und nationaler Standards im Umgang mit den Betroffenen. Ziel der Tätigkeit ist es, den Schutz sowie die Unterstützung der Opfer zu optimieren.
Mit der Beratungstätigkeit hilft KOBRA den Frauen und Mädchen in ihrer schwierigen Situation anonym und kostenlos und ermöglicht ihnen so, ihre Würde zurück zu gewinnen. Wesentlicher Arbeitsschwerpunkt ist die Beratung und Betreuung von Zeuginnen in Menschenhandelsverfahren. Ihnen kommt bei der Bekämpfung des Menschenhandels eine zentrale Bedeutung zu, da in aller Regel ohne ihre Aussagen die Täter nicht zur Rechenschaft gezogen werden können.

KOBRA richtet sich an von Menschenhandel betroffene Frauen und Mädchen einschließlich der Opfer von Zwangsheirat sowie an staatliche und nichtstaatliche Institutionen und Organisationen, die  mit dem Phänomen des Menschenhandels befasst sind.

Der Zuständigkeitsbereich von KOBRA erstreckt sich auf ganz Niedersachsen.

KOBRA wird finanziert durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit sowie durch Spenden.
Helfen auch Sie den Betroffenen, indem Sie unsere Arbeit unterstützen.


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