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Herzlich willkommen bei KOBRA

Die Zentrale Koordinierungs- und Beratungsstelle für Opfer von Menschenhandel (KOBRA) wurde am 1. September 1997 als Projekt des Vereins Phoenix e.V. gegründet.

Unter dem Begriff des Menschenhandels wird in Deutschland die sexuelle Ausbeutung sowie die Ausbeutung der Arbeitskraft bei Ausnutzen einer Zwangslage oder der auslandsspezifischen Hilflosigkeit verstanden. Wir beraten und unterstützen ausschließlich Frauen, die Betroffene des Menschenhandels zur sexuellen Ausbeutung sind, da unsere Zuständigkeit Menschenhandel zur Arbeitskraftausbeutung nicht mitumfasst. 
 
Mit diesem Deliktsbereich sind erhebliche Menschenrechtsverletzungen verbunden. Nicht selten wird Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung begleitet von Vergewaltigungen, Körperverletzungen sowie akuten Bedrohungen von Leib und Leben. In dieser traumatischen Situation befinden sich die Betroffenen häufig über einen Zeitraum von mehreren Wochen, wenn nicht Monaten. Vornehmlich sind Frauen und Mädchen nicht deutscher Herkunft von Menschenhandel betroffen. Aber auch deutsche Staatsangehörige können Opfer von Menschenhandel sein. 

 

Eine Variante ist die Loverboy-Methode. Loverboys sind zumeist junge Männer, die gezielt nach minderjährigen Mädchen suchen, diese manipulieren und dann sexuell ausbeuten. Loverboys nehmen den Kontakt zu den Mädchen häufig in sozialen Netzwerken über das Internet auf. Ein weiterer Weg zur Anbahnung von Kontakten ist, gezielt vor Schulen oder an öffentlichen Plätzen Mädchen anzusprechen. Weiteres zum Thema befindet sich hier und hier.

 

KOBRA präsentierte vom 5. bis 13. Oktober 2015 die KOK-Wanderausstellung "Menschenhandel - Situation, Rechte und Unterstützung in Deutschland" im Landgericht Hannover. Zusätzlich bot KOBRA ein Begleitprogramm an, nämlich eine Ausstellungseröffnung, die Fachtagung "Opferschutz und Opferrechte für Betroffene von Menschenhandel" und eine Vorführung des Films TRADE mit anschließendem Publikumsgespräch. Das Ausstellungsprojekt mit Rahmenprogramm fand in Kooperation mit dem Landgericht Hannover sowie dem Kommunalen Kino Hannover statt und wurde freundlich unterstützt von der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt, der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen, dem Referat für Frauen und Gleichstellung der Landeshauptstadt Hannover, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. sowie der NORD/LB. 

Weitere Informationen findet man unter KOK-AusstellungPublikationen sowie auf der KOK-Homepage (hier) und der Homepage des Landgerichts Hannover (hier und hier).

 

Prävention und Intervention von Menschenhandel standen im Mittelpunkt der Best Practice Conference des Europäischen Netzwerkes für Kriminalprävention, die am 4. und 5. Dezember 2014 in Rom stattfand. KOBRA stellte sich auf der Konferenz als offizieller Beitrag der Bundesrepublik Deutschland vor und war zugleich nominiert für den Europäischen Präventionspreis. Sieger wurde das Projekt HopeNow aus Dänemark.

Haben Sie allgemeine Fragen zum Thema „Menschenhandel“

und/oder ist Ihnen jemand bekannt, der von Menschenhandel betroffen ist, können Sie sich gerne unter Kontakt an uns wenden. Ihre Anfragen und Hinweise werden wir vertraulich behandeln.